Herzlich Willkommen...

zu unserem "Virtuellen Ort der Demokratie" über die Bayerische Verfassungsgebende Landesversammlung, die damaligen politischen Diskussionen und die Nachkriegszeit.

Wir - Tim, Chiara, Fabiola, Melanie, Corinna, Lisa, Marlen, Maxima, Sonja, Anna P., Sophia, Leonie, Cora, Nele, Anna H., Arne und natürlich Moritz Pöllath, unser Projektleiter - sind das Projektteam Erinnerungszeichen vom Franz-Marc-Gymnasium in Markt Schwaben. Unser Ziel ist es, im Rahmen des gleichnamigen Wettbewerbs Erinnerungszeichen-Bayern, die Entstehung, sowie den Inhalt der bayerischen Verfassung möglichst einfach und verständlich aufzubereiten. Dazu haben wir Video-, Audio-, Bild- und Textbeiträge gestaltet.

Schau dich doch mal in Ruhe um - Viel Spaß!

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München - früher vs. heute (Diashow)

Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute Ein Bild des Bildvergleichs München früher versus heute

Demokratievorstellung 1946 (Video)

Frauenrecht um 1949 (Umfrage + Video)


Die folgende Umfrage wurde von 79 Teilnehmern zwischen 13-65 Jahren beantwortet.

Sie zeigt, was die Teilnehmer über die damaligen Verhältnisse zu wissen denken, in denen Frauen um 1949, also in der Zeit rund um die Entstehung der bayerischen Verfassung, lebten. Genauere Infos findest du weiter unten in einem Lernvideo zu diesem Thema.

Unter den Umfrageergebnissen findest du immer eine kurze Beschreibung. Mit dem Button unten kannst du ganz einfach starten und das nächste Bild anzeigen lassen:



Ein Diagramm zur Umfrage: Frauenrecht in der Verfassung

Zu sehen ist die Aufspaltung der 79 Teilnehmer in die verschiedenen Altersgruppen.

Ein Diagramm zur Umfrage: Frauenrecht in der Verfassung

Bei dieser Frage sollten die Teilnehmer einschätzen, wieviele Rechte Frauen um 1949 hatten.
Da dies eine persönliche Einschätzung zur Antwort hat, gibt es kein Richtig oder Falsch. Die meisten Teilnehmer schätzen die Anzahl der Rechte für Frauen nicht sehr hoch ein.

Ein Diagramm zur Umfrage: Frauenrecht in der Verfassung

Bei dieser Frage ist die richtige Antwort ja.
64,6% der Teilnehmer hatten dies richtig beantwortet.

Ein Diagramm zur Umfrage: Frauenrecht in der Verfassung

Auch bei dieser Frage ist die richtige Antwort ja.
In Abs. 2 des Art. 91 der Verfassung steht: "Mann und Frau haben [...] grundsätzlich die gleichen bürgerlichen Rechte [...]"
Hier hatten nur 29,1% die richtige Antwort gegeben. Die restlichen 70,9% dachten, dass dem Mann laut der Verfassung mehr Rechte zugeschrieben wurden.

Ein Diagramm zur Umfrage: Frauenrecht in der Verfassung

Die durchschnittliche Frau hatte um 1949 hauptsächlich die Aufgabe Hausarbeiten zu verrichten, sowie die Kinder zu erziehen.
Fast alle (89,9%) der Teilnehmer haben die richtige Antwort erkannt. Einige schrieben der Frau jedoch weniger, beziehungsweise mehr Aufgaben zu.

Ein Diagramm zur Umfrage: Frauenrecht in der Verfassung

Solche Themen wurden nur in der Schule behandelt. Es gab weder Erziehungscamps, noch Werbekampagnen für junge Frauen, bzw. Mädchen.
Hier gingen die Meinungen der Teilnehmer sehr weit auseinander, jedoch hatten 39,2% die Frage richtig beantwortet.



Verfassungsvergleich (Video + Podcast)




Podcast zum Verfassungs-Quiz (Podcast)

Gesetz und Wappen (Informationstext + Umfrage)

Die bayerische verfassungsgebende Landesversammlung aus dem Jahre 1946 befasste sich mit den verschiedensten Aspekten, unter anderem mit dem Gesetz über die bayrische Staatsangehörigkeit und dem Gesetz über das bayerischen Staats Wappen.

Das Gesetz über die bayerischer Staatsangehörigkeit sollte geändert werden, da es viele Schwachstellen aufgewiesen hat. Mit dem "Entwurf eines Gesetzes über die bayerische Staatsangehörigkeit" sollte Art. 6 Abs. 3 BayVerf umgesetzt werden. Damals haben sich die Bedingungen um ein bayrischer Staatsbürger zu werden noch von den heutigen unterschieden. Diese waren im Art. 1 festgelegt und besagten: "Bayer ist, wer die bayerische Staatsangehörigkeit besitzt", "Bayer ist, wer am 1. Januar 1934 die bayerische Staatsangehörigkeit besessen hat und sie bei Anwendung dieses Gesetzes seither nicht verloren hätte", "Bayer ist, wer bei Anwendung dieses Gesetzes seit 1. Januar 1934 die bayerische Staatsangehörigkeit erworben hätte." Ein Problem, dass die kommunistische Fraktion in der Debatte darstellte war, dass die "Volksdeutschen" wählen durften auch wenn sie über keine bayrische Staatsangehörigkeit verfügen. Daraus könnten sich einige Flüchtlinge benachteiligt fühlen und eventuell nicht in Deutschland bleiben. Deswegen forderte die kommunistische Fraktion "Masseneinbürgerung der Flüchtlinge nach besonderem Gesetz", dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt. Flüchtlinge konnten erst nach einem Jahr Aufenthalt wählen, wenn sie aber nach der Beschließung des Gesetzes bereits längere Zeit in Bayern wohnten, mussten sie mindestens 4 Monate warten bis sie wählen dürfen. Die kommunistische Fraktion hatte einen weiteren Einwand bei dem Beschluss über das Stimmrecht (Art. 6). In diesem ist festgelegt, dass man ab einem Alter von 21 Jahren und einem Wohnsitz von mindestens sechs Monaten in Bayern wählen darf. Zu Gunsten der Flüchtlinge wollte die kommunistische Partei diese Frist auf drei Monate hinabsetzen. Schirmer von der KPD hatte damals dazu aufgerufen das Thema Staatsbürgergesetz ernstzunehmend und mit ausreichend Zeit zu behandeln, da besonders viele Flüchtlinge zu dem Zeitpunkt nach Deutschland kamen. Die Fraktion der wirtschaftlichen Aufbau-Bereinigung wollte die 6 Monate Mindestaufenthalt streichen. Auch der SPD-Politiker Lorenz Hagen sprach sich für die Hinabsetzung der Frist auf drei Monate, vor allem sodass Sudetendeutsche die gleichen Rechte bekämen wie Bayern und Deutsche. Trotzdem stellten sie auch die Notwendigkeit einer Frist heraus und sprachen sich eindeutig gegen das komplette Wegfallen einer Frist aus. Auch die CSU positionierte sich auf der Seite der KPD und SPD. Die Regierung hingegen sah es nicht als sinnvoll und richtig an, die Frist hinabzusetzen. Die WUV war der Meinung, dass es zu keiner Diskriminierung gegenüber den deutschen Mitbürgern, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen waren, im Vergleich zu den deutschen Mitbürgern die bereits als Bayer geboren sind, geben dürfte. Der Antrag die Frist zu streichen, wurde jedoch ebenso wie der, die Frist hinab zu setzen, abgelehnt

Die am 02.12.1946 in der Verfassung des Freistaates Bayern festgelegten Grundlagen zu dem Gesetz über die bayrische Staatsangehörigkeit gelten bis heute. In Art. 6 Abs.1 wurde festgeschrieben, dass die Staatsangehörigkeit durch Geburt, Legitimation, Eheschließung oder Einbürgerung erworben werden kann, sie kann nicht aberkannt werden (vgl. Abs. 2) Art. 7 1): "Staatsbürger ist ohne Unterschied der Geburt, der Rasse, des Geschlechts, des Glaubens und des Berufs jeder Staatsangehörige, der das 21. Lebensjahr vollendet hat." 2) "Der Staatsbürger übt seine Rechte aus durch Teilnahme an Wahlen, Volksbegehren und Volksentscheidungen." 3) "Die Ausübung dieser Rechte kann von der Dauer eines Aufenthalts bis zu einem Jahr abhängig gemacht werden." Art. 8 "Alle deutschen Staatsangehörigen, die in Bayern ihren Wohnsitz haben, besitzen die gleichen Rechte und haben die gleichen Pflichten wie die bayerischen Staatsangehörigen."

Bezüglich des Gesetzes über die bayrische Staatsangehörigkeit und dem Wahlgesetz haben wir eine Umfrage durchgeführt. Das sind unsere Ergebnisse: (Grafik)


Umfrageergebnisse

In Artikel 1 der Bayerischen Verfassung ist festgelegt: "Bayern ist ein Freistaat. Die Landesfarben sind Weiß und Blau. Das Landeswappen wird durch Gesetz bestimmt." Das Bayerische Staatswappen wurde am 5. Juni 1950 mit dem "Gesetz über das Wappen des Freistaates Bayern" eingeführt.

Als 1945/46 Bayern mit Hilfe der US-Militärregierung wieder zu einem eigenen Staat wurde, beauftragte Ministerpräsident Wilhelm Hoegner (1887-1980) den Münchner Grafiker Eduard Ege im späten Herbst 1945 einen Entwurf für das neue Wappen des Freistaats Bayern zu zeichnen. Vorbild für das, von Ege und der Staatskanzlei entworfene Wappen, war das Königswappen von Ludwig I.. Es sind vier Felder belegt mit dem Rautenschild. Die einzelnen Felder stehen für die verschiedenen Landesteile: Der goldene Löwe in schwarz steht für Altbayern, die drei Silbernen Spitzen in Rot für Franken, der blaue Panther in Silber für Niederbayern und drei schwarze Löwen in Gold für Schwaben. Zusammen ist es als gesamtbayrisches Integrationssinnbild gedacht und auf dem Schild, welches zwei goldene Löwen halten, ist das Zeichen der Volkssouveränität die "Volkskrone" abgebildet.

In der Landesversammlung vom 15. Oktober 1946 wurde der Entwurf eines Gesetzes über das bayrische Staatswappen bereits aufgegriffen aber vom Präsidenten von der Tagesordnung abgesetzt. 1950 beschloss dann der bayerische Landtag das Staatswappen nach der Beschreibung von oben. Damit sind aufs Neue die alt­-überlieferten Sinnbilder für Bayerns Geschichte zusammengefasst worden.


Quelle: https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Bayerisches_Wappen

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